Anti-Aggressivitäts-Training ®/ Coolness Training ®

Anti-Aggressivitäts-Training ®

Fotolia 55744039 M"Wenn Aggressoren provokative Tätigkeiten aufgeben machen sie bald mit potenziell belohnenden Aspekten ihrer Umwelt Bekanntschaft, die immer vorhanden waren und die die neu entstehenden Verhaltensmuster automatisch verstärken"
(Bandura, 1979)

Das AAT (Anti-Aggressivitäts-Training®) handelt es sich um eine deliktspezifische sozialpädagogische und psychologische Behandlungsmaßnahme für gewalttätige Wiederholungstäter, die wegen Körperverletzungsdelikte (Raub, räuberische Erpressung, Körperverletzungen usw.) aufgefallen sind. Das Training basiert auf einem lerntheoretische-kognitiven Paradigma, wobei die Erkenntnisse der Aggressivitätstheorie im Vordergrund stehen.

Unsere Hilfeerbringung orientiert sich an den gesetzlichen Grundlagen:

  • Soziale Gruppenarbeit
  • Hilfe für junge Erwachsene (§ 41, SGB VIII)
  • Als Weisung im Rahmen eines Gerichtsverfahrens (§10, §23 JGG)
  • Bei Einstellung eines Gerichtsverfahrens (§§45, 47 JGG)

Durch diese Behandlungsmaßnahme sollen gewalttätige die Wahrnehmung für das eigene Gewaltverhalten zu schärfen und ein verantwortliches, partnerschaftliches Alternativverhalten in Konfliktsituationen erlernen.

Ziele des AAT ®

  • Entwicklung eine Schamgefühls bzw. Betroffenheit gegenüber Gewalttaten und deren Opfern
  • Verbesserte Wahrnehmungs- und Reflexionsfähigkeit
  • Entwicklung alternativer Konfliktlösungsstrategien
  • Entwicklung eines gesunden Selbstwertes ( ICH )
  • Entwicklung einer Werte- und Normenperspektive
  • Kosten Nutzen Analyse
  • Anhebung der Toleranzschwelle aggressionsauslösender Faktoren
  • Förderung und Entwicklung des Recht- bzw. Unrechtsbewusstsein

Curricularem Eckpfeiler des AAT ®

  • Aggressivitätsauslöser
  • Aggressivität als Vorteil
  • Selbstbild zwischen Ideal- und Realselbst
  • Neutralisierungstechniken
  • Opferkommunikation
  • Provokationstest
  • Subkultur
  • Institutionelle Gewalt

Trainingsdauer: 6 Monate (17-20 Abende a 4 Stunden)

Einschließlich zwei erlebnispädagogische Tage mit Übernachtungen und einer kleinen Abschlusszeremonie.

Mindestteilnehmerzahl: 3